Die Entsäuerungsleistung der Leber übersteigt die der Niere um mehr als das 40-fache. Die Leber kann nur dann optimal entsäuern, wenn sie nicht durch Stoffwechselgifte, vor allem Ammoniak, belastet ist. Die Bildung von Ammoniak und anderen Endotoxinen ist vom Darmmilieu abhängig. Fleischreiche, ballaststoffarme Ernährung, Antibiotika sowie der übermäßige Verzehr von hochalkalischen Basenpulvern (Natron, Calciumcarbonat) zerstören eine gesunde Darmflora und alkalisieren den Dickdarm. Unter diesen Bedingungen wird die flüchtige Base Ammoniak um den Faktor 400 leichter resorbiert als in einem sauren Darmmilieu, in dem das giftige Stoffwechselprodukt als Ammoniumsalz ausgeschieden werden kann. Die Überlastung der Leber führt zu einer Entgleisung des Säure-Base-Haushalts und zur Erschöpfung des Energiehaushalts. Um die Ursache dieser Entgleisungsprozesse anzupacken, sind – neben einer individuell angepassten Vollwertkost und Bewegung – eine Darmsanierung (hochdosierter rechtsdrehender Milchsäure, Präbiotika, Kräuter, ggf. Probiotika) und basische Citrate erforderlich.

Referent: Ludwig Jacob, Arzt (www.jacobsinstitut.de)