In der Körperpsychotherapie werden Körper und Seele gleichzeitig behandelt. Dies geschieht am tiefsten mit der Berührung in der Rosen-Methode. Die Hände orientieren sich an der Muskelspannung und dem Atemverlauf. Aus der Resonanz des Körpers über die Hände entstehen, mit oder ohne Worte, befreiende Körpergefühle, die ungeahnte Körperwelten eröffnen. Das Lernen von der verkörperten Selbstwahrnehmung vor dem Hintergrund der eigenen Geschichte formt ein neues Verständnis von körperlich-seelischen Zuständen: wie lange verdrängte Emotionen, medizinisch unerklärliche Symptome, im Körper gefangen bleiben; wie sich diese im Therapieprozess durch nochmaliges Aufspüren selbst regulieren können und wie daraus neues Verhalten erwächst. Aus der Überwindung von traumatischen Belastungen entstehen nachhaltige Veränderungsprozesse. Die Referentin arbeitet nicht nur intensiv mit der Methode, sondern hat auch das maßgebliche Lehrbuch zum Thema ins Deutsche übersetzt: Selbstwahrnehmung und Embodiment in der Körperpsychotherapie, von Alan Fogel, Schattauer Verlag, August 2013.

Referentin: Dr. med. Helmi Boese

www.helmi-boese.de